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Arzneimittelmissbrauch Verdachtsfälle

Arzneimittel

Bei diesen Patientinnen und Patienten bitten wir Sie, besonders aufmerksam bei der Verordnung von Arzneimitteln zu sein.

20j. Patientin, PLZ 25335, Mobil Krankenkasse, die Patientin ist auf einen Rollstuhl angewiesen und wird von ihrer Mutter begleitet. Sie leide an einer ALS und fordert Oxycodon für eine Schmerzpumpe. Sie hat mehrfach Rezepte gefälscht.

29j. Patient, PLZ 22767, IKK classic; der Patient wünscht Pregabalin 300 und Rivotril und gibt an, an Epilepsie zu leiden und klagt über Schmerzen am Fuß nach einer Verletzung.

58j. Patient, PLZ 20539, Barmer; der Patient lässt sich in mehreren Praxen Pregabalin verschreiben und benötigt häufig Rezepte, weil sie oder die QR-Codes verlorengehen.

33j. Patient, PLZ 22309, TK; der Patient bekommt Cannabisblüten wegen einer Polyneuropathie und verlangt rasch ein zweites Rezept.

Denken Sie daran, dass Patienten vor der ersten Verordnung von medizinischem Cannabis eine Bewilligung der Kostenübernahme durch die Kasse beantragen müssen. Wenn die Kostenübernahme nicht vorliegt, kann die Kasse einen Prüfantrag stellen. Das kommt häufig vor. Wenn ein anderer Arzt den Antrag begründet hat, klären Sie bitte mit diesem, wer weiter verordnet.

Wenn Sie bei einer Person einen Verdacht auf Arzneimittelmissbrauch haben, können Sie dies melden, um Kolleginnen und Kollegen zu warnen.
Zum Meldebogen

Wir werden den Verdacht nach Prüfung so veröffentlichen, dass weder ein Rückschluss auf die meldende Praxis noch auf die Identität des Patienten möglich ist

Ansprechpartner für Fragen zu Arznei- und Heilmitteln:
Abteilung Verordnung und Beratung
Tel: 040 / 22802 -571, -572
E-Mail: verordnung@kvhh.de