2/2026 2/2026

Honorar-Abschluss in Hamburg

Weitere Zusatz-Finanzierung für den Notdienst / Förderung der Sehschule wird fortgeführt

KV Hamburg und Krankenkassen haben die Honorarverhandlungen für das Jahr 2026 abgeschlossen.
Es wurde vereinbart, dass sich die Krankenkassen auch in den kommenden vier Jahren mit insgesamt zusätzlich 6 Millionen Euro an der Finanzierung des ambulanten Notdienstes (Arztruf Hamburg) beteiligen.

Anders als im Vorjahr gibt es 2026 wieder einen regionalen Zuschlag auf den Punktwert. Er beträgt 0,0415 Cent (plus 0,326 Prozent). Der Punktwert steigt damit auf 12,7819 Cent. Mit dem „Hamburger Punktwert“ werden seit einer Schiedsamtsentscheidung von 2013 die regionalen Besonderheiten bei der Kosten- und Versorgungsstruktur berücksichtigt.

Die Förderung der Sehschulen bei Augenärzt:innen wird 2026 fortgeführt. Bis dato nicht abgerufene Geldmittel stehen weiterhin zur Verfügung. Der Zuschlag für die GOP 06320 (Schielbehandlung bis 5. Lebensjahr) bzw. 06321 (ab 6. Lebensjahr) wurde über die Pseudoabrechnungsziffer 99318 bzw. 99319 von 3 auf 8 Cent erhöht.
Die Wegepauschalen für Ärztinnen und Ärzte, die Hausbesuche durchführen, wurden in der neuen Vereinbarung um 2,8 Prozent angehoben.

Eine Fortsetzung der Förderung von Hausärzt:innen für 2026 lehnten die Kassen mit Hinweis auf die Entbudgetierung der hausärztlichen Leistungen ab. Die Förderung galt in den Jahren 2024 und 2025 und betraf die Psychosomatik (GOP 35110 EBM). Der Wegfall des Zuschlags ist vor dem Hintergrund einer weiterhin starken Nachfrage nach Psychosomatik und der positiven Evaluation der Fördermaßnahme aus Sicht der KV sehr bedauerlich.

Insgesamt zeigt der Honorar-Abschluss, dass die Selbstverwaltung auch vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzsituation der GKV weiterhin handlungsfähig ist und auf regionaler Ebene zu guten Verhandlungsergebnissen kommt.