Vorbereitung auf schwierige Zeiten
Editorial

In den politischen Diskussionen spielt die Gesundheitsversorgung derzeit eine untergeordnete Rolle. Das ist nachvollziehbar: Es scheint wichtigere Themen zu geben.
Doch wenn es um die Frage geht, wie sich unser Land auf schwierige Situationen oder Krisen vorbereiteten sollte, wird schnell klar: Wir brauchen ein verlässliches Gesundheitssystem. Sollte sich Deutschland beispielsweise verstärkt um die Versorgung von verletzten Soldaten aus der Ukraine kümmern müssen, werden die Bundeswehr-Krankenhäuser eine zentrale Rolle spielen. Doch ohne das Backup durch die ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte wie auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wird es nicht gehen. Und nicht nur die Krankenhäuser, auch Teile der ambulanten Versorgungsstruktur müssen möglicherweise unter widrigen Bedingungen betriebsfähig sein, falls Internet oder Stromversorgung lahmgelegt werden sollten.
Es stimmt: Die großen Herausforderungen, denen unser Land gegenübersteht, müssen angegangen werden. Ein wichtiger Teil dieser Aufgabe wird die Stabilisierung und Stärkung der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung sein.
John Afful,
Vorsitzender der KV Hamburg
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