5/2026 5/2026

STECKBRIEF

Für Sie in der Selbstverwaltung: Dr. Döndü Yakisan
Stellvertretendes Mitglied des Beschwerdeausschusses

Haben sich die Wünsche und Erwartungen erfüllt, die mit Ihrer Berufswahl verbunden waren? Ja, ich habe noch immer Spaß an meinem Beruf und mache das, was ich tue, wirklich gerne

Was ist der Grund für Ihr Engagement in der Selbstverwaltung? Immer nur meckern über die Umstände und politischen Veränderungen, aber selbst sich nicht engagieren, finde ich doof - so versuche ich zumindest, etwas zu bewegen für unsere Kollegen.

Welche berufspolitischen Ziele würden Sie gern voranbringen? Ich finde es frustrierend, dass meine Berufsgruppe für eine ärztliche Tätigkeit, die im EBM und InEK für jede ärztliche Leistung fachunabhängig bewertet wird, jetzt im Rahmen der HDRG (eine Pauschale für alle Beteiligten) enthalten ist. Jetzt müssen wir Anästhestist:innen unser Honorar mit Operateuren verhandeln. Ich würde mir wünschen, dass wir bei politische Entscheidungen im Gesundheitswesen mehr Gehör finden. Viele Probleme könnten vermieden werden, wenn die Expertise der tatsächlich praktisch tätigen Kolleg:innen mehr berücksichtigt werden würde. Des Weiteren würde ich mir wünschen, dass auch bei uns Ärzten berücksichtigt wird, dass wir genauso wie jede andere Berufsgruppe unter der Inflation, steigenden Energiepreisen und steigenden Lohnkosten zu leiden haben. Eine GOÄ, die 29 Jahre alt ist, oder Zeitungsschlagzeilen, die Praxisumsatz und ärztliches Einkommen gleichsetzen, sind da einfach frustrierend.

Wo liegen die Probleme und Herausforderungen Ihrer alltäglichen Arbeit in der Praxis? Die Planung wird zunehmend schwieriger, da Patienten trotz mehrfacher Erinnerungen immer häufiger nicht erscheinen, ohne abzusagen. Das ist extrem ärgerlich, da wir einen OP mitsamt Personal vorhalten und andere Patienten dann länger als nötig auf ihren Termin warten müssen. Da würde ich mir mehr Verbindlichkeit wünschen.

Welchen (privaten oder beruflichen) Traum möchten Sie gerne verwirklichen? Ich möchte irgendwann aus meinem Fenster auf ein Meer blicken können.

Das zweibändige Werk ist die erste Gesamtdarstellung der Geschichte der KV Hamburg von der Gründung 1919 bis in die Gegenwart. Die Autoren zeichnen die stürmischen Zwanzigerjahre, die "Gleichschaltung" unter nationalsozialistischer Herrschaft und den Wiederaufbau ab 1945 nach. In der Ära des sich entwickelnden Sozialstaats brachte die KV Hamburg eine Fülle von Reformprojekten auf den Weg - vom Ausbau des ärztlichen Notfalldienstes über die Konzeption der Praxisklinik Mümmelmannsberg bis hin zur Einrichtung von Schwerpunktpraxen.

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